Man macht Fehler. Versucht sie sich einzugestehen, doch es nutzt nichts. Man sagt Dinge, die man lieber nicht gesagt hätte. Man wird von Menschen enttäuscht, von denen man es nicht erwartet hätte, nur um am nächsten Tag selber Menschen zu enttäuschen. Scheinbar liegt darin der Wahnsinn. Es ist eine Mechanik des Leidens. Man dreht sich im Kreis, um auf einer Seite das Porzellan festzuhalten, reißt man aber mit den Rest des Körpers gezwungenermaßen Wände ein, die alles tragen sollten.

Dann kommen Menschen, die sagen dir, das ist alles nur ein Spiel, das gespielt werden muss. Es gibt Regeln, an die kann man sich halten. Aber die Regeln existieren sowieso nur des Spieles wegen. Es geht auch nicht darum zu gewinnen oder nicht zu verlieren, es geht um die Teilnahme am Spiel selbst. Man spielt ein Spiel, um es zu spielen. Irgendwie ist da ein Zirkel festgetackert. Es ist vollkommener Quatsch ein Spiel des Spieles wegen zu spielen. Man spielt ein Spiel, um es zu gewinnen oder mitleidig zu verlieren.

An solchen Tagen würde ich mich gern in meine Kindheit zurückziehen. Durch die Potenzierung der Möglichkeiten fühlt man sich nicht gleich als Versager, weil das Leben an einem vorbeiging. Alles liegt noch vor einem. Alles kommt noch. Entscheidender ist jedoch, dass nichts gekommen ist. Es ist irgendwas passiert, nur nie das, was passieren sollte.

Es gibt lange Tage, an denen man nachts weinen könnte, an denen man sich dafür hasst, dass man diese Zeilen schrieb. Doch im Eigentlichen nicht dafür, dass man sie schrieb, sondern, dass sie gelesen werden und Bedeutung zugeschrieben wird. — Ja, ihr da draußen: lest dies. Hört auf mich kaputtzumachen. Hört einfach auf.