Heute Anruf vom Telekommunikationsanbieter erhalten. Nach einer Rechnungsanalyse sei das Team (sic!) zu der Überzeugung gekommen, dass dieser bisherige Vertrag so für mich nicht optimal ist. Ich hätte durchschnittliche Rechnungen von soundsoviel Euro. Mit dem neuen Vertragsmodell würde ich etwas mehr bezahlen – grundsätzlich so viel wie meine Durchschnittsrechnung – obendrein aber noch mehr Freiminuten, noch mehr Frei-SMS und nochnoch günstigere Minutenpreise erhalten.

Mein erster Einwand war: Durchschnittsrechnungen sind bei der Analyse gefährlich. Denn im letzten Monat – so müsste ihr Analyseteam ja festgestellt haben – hatte ich ein extrem hohe Rechnung – die für den höheren Durchschnittsbetrag zuständig war – nur aufgrund sinnloser Hotlinegespräche, die zurückzuführen sind – und das wissen sie ja leider nicht – auf eine defekte Festnetztelefonanlage. Diese hatte mich genötigt, dass kleine Mobiltelefon vermehrt zu nutzen.

Mein zweiter Einwand war: Ich habe ihre neuen Tarifmodelle bereits registriert; nur, das von ihnen beschriebene Angebot könnte ich aus den zahlreichen Banner und dem grauen Kleingedrucken so nicht entnehmen und das ist ja doof, weil an der Hotline ja alles mündlich abläuft.

Mein dritter Einwand war: Ich finde es von ihrem Unternehmen unfair, mich am Telefon zu einem Vertragswechsel zu bewegen, ohne die Empfehlung zu geben, mir ein paar Tage Bedenkzeit zu gönnen. Die Information, dass jenes „Super“-Angebot nur noch bis Samstag gilt, tut ihr übriges.

Irgendwie merkten wir dann beide, dass dieses Telefonat heute zu nix führt. Sie ruft mich am Samstag noch einmal an… wahrscheinlich, um dann die Schlinge zuzuziehen.