Es läuft was schief und ich kann es nicht aufhalten. Jeden Tag gibt es frische Ziele. Wie warme Brötchen vom Bäcker. Immer wieder Schritte die zum Erfolg führen sollen. Abends im Bett aufgestellt, danach versperren sie den Weg in den Schlaf und trotz der Müdigkeit wie immer – Zu wach zum Schlafen, zu Müde etwas zu tun – geht am nächsten Morgen der Tag an mir vorbei. Menschen blicken mich an, sehen mir in die Augen und schnell zwingt sie die Enttäuschung erneut auf ihren Lebenslauf zu starren. Wie ich sie hasse, diese Praktikantenhasen, diese Lebenslaufoptimierer, diese „Fähigkeiten: Emesoffice, fotoschopp und indesign“-Aufschreiber. Ja, genau – ein Auslandsaufenthalt erhöht eure Jobchancen. Ja, geht doch nach Buenos Ires oder sonst wohin und lasst euch, bei Gott, erschießen. Ja macht doch, los! Seid fleißig, beflissentlich und bloß immer lächeln. Es ist schön das Leben. Und vergesst bloß nicht, dass die Leistung zählt. Ein Auto mit 200 PS ist schneller als eines mit 50, vergesst das nie. Sicher, werdet ihr nie. Irgendwann wird jede Scheiße dieser Welt zu Gold.

Wieso drängt sich mir in letzter Zeit nur ständig das Bild eines panzerfahrenden, gescheiterten Menschen auf, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, alle an seinem Fenster vorbeiziehenden, eiligen Menschen bis zur Unkenntlichkeit zu zerstören?