Nach dem krachigen, letzten Wochenende mit Probearbeit bei unser aller Lieblingslebensmittelsupermarkt, einer 15 stündigen Hochzeitsmarathonreportage und der Nachfeierei meines Geburtstags bei meinen Eltern mit abschließender Zertrümmerung des Handwurzelknochens meiner Großmutter fühle ich mich derzeit – aber eigentlich schon seit Tagen – wie gerädert. Ich bin ständig müde und stecke meine Umgebung mit andauernder Gähnerei an.

Nach einem ermüdenden Seminar (Ich  h a s s e  ÄDL.) und der Erkenntnis, dass nichts meine Aufmerksamkeit länger als 5 Minuten behaupten kann, sitze ich jetzt hier in diesem widerlichen Kerker von organisierten Bücherstapeln, die alle eine Nummer tragen und was sagen wollen, und denke an nichts. Neben mir liegen Blätter, Bücher, eine Lateinklausur, Stifte. Doch nichts in mir vermag es, daraus etwas Sinnvolles zu kreieren. Etwas, dass mich weiterbringt, dass auf meine Bedürfnisse Rücksicht nimmt, dass mich interessiert.

Nach einem vernebelnden Blick in die Blogosphäre – Blogos est deus inversus – sehe ich Tag ein, Tag aus das Gleiche. Immer wieder. Man braucht so unglaublich viel Zeit all die Feeds und Kommentare zu lesen und immer wieder sieht man großartige Texte, Ideen, verspielte Bildlichkeiten, die aus dem Nichts kommen und nach wenigen Tagen im Strudel des Interesses in die Dunkelheit der Vergangenheit einkehren werden.

Ich muss weiter. Meinen Weg, der derzeit wie schon seit Jahren kein Ziel besitzt.