Wer häufig und gerne dieses Blog liest, dem ist vielleicht aufgefallen, dass es in den letzten Wochen aus dem Web verschwunden war. Man könnte jetzt zum einen vermuten, dass der Betreiber, also der Herr urbandesire, verstorben ist und die heilige Internetinstanz entschieden hat, die in Datenbanken und Layout verfassten Einträge des Blogs bis auf weiteres verschwinden zu lassen. Dem ist aber nicht so.

Richtiger ist: Der urbandesire lebt. Problem war nur, dass der alter Provider aufgrund von Inkompetenz nicht mehr weiter in der Lage war, die Seiten und Blogs von urbandesire zu hosten. Der letzte Hilferuf verhallte zwar nicht ungehört, doch entgegen der Hoffnung von urbandesire, konnte die (doch nicht so) kundige Bloggergemeinde keine weitere Hilfe mehr geben und betrachtete das Sterben der Seite mit traurigen Schulterzucken und Fragezeichen auf den Augenliedern. Woran es lag, dass urbandesire.de monatelang problemlos ins Web schrie und mit einem Mal nur noch den Server ins Schwitzen und schließlich zum Umfallen brachte, kann keiner sagen. Keiner. Eine genaue Aufarbeitung durch eine Untersuchungskommission erfolgt gerade und die Ergebnisse werden in wenigen Tagen veröffentlicht.

Ich bin froh ein neues Heim gefunden zu haben. Die Seiten laufen jetzt komplett über die Server von netroom.de (da wird bereits www.tageausglas.de betreut), was auch Kosten einspart. Habe ja jetzt nur noch einen Webaccount, über den alle Seiten verwaltet werden. Ich weiß zwar nicht wirklich was ich mit einem Gigabyte Webspace anfangen soll, aber man weiß ja nie.

Trotzdem war die Zeit ohne regelmäßiges Bloggen traurig, aber irgendwie auch interessant. Ich beobachtete die Blogosphäre, nur noch als Leser und musste/konnte gar keinen Kommentar (zumindest nicht auf urbandesire.de) zu all den Verwicklungen der letzten Zeit verfassen: z.B. über geldgierig, glaubwürdigkeitverratende Blogger, Don Fonsis Säbelrasseln, Flickrs Fall und und und.

In den knapp 2 Wochen gab es eine Menge Themen, über die ich geschrieben hätte, die aber – heute veröffentlicht Totgeburten – wären:

  • Beispielsweise wurde mir ein Beitrag geklaut. Der Herr Beetlebum veröffentlichte das Video zu Soko „I’ll Kill Her“, dass er dreisterweise auf meinem USB-Stick gefunden hat. Tstststs.
  • Und ich war beim Campusradio und durfte dort meine Weisheiten verkündigen. Habe sogar mit City And Colour die Musikredaktion gerockt (Danke noch mal an Eric für die Einladung): Nachzuhören hier.
  • Ich habe am letzten Samstag eine Hochzeit fotografiert. Bilder folgen.
  • Der urbandesire wird umziehen. Wohin? Keine Ahnung.
  • Ihr habt zwei Alben der Woche verpasst: Sky Eats Airplane und Neverending White Lights

Nun denn. So far. Was auch immer.