Mehr als eine Meldung sollte es mir eigentlich nicht wert sein, aber schreiben will ich es trotzdem.

Das kleine Pixacoschild am Jentower ist noch dran. Nachdem HP vor über einem Jahr den amerikanischen Fotodienst Snapfish aufgekauft hat, um in den Fotoentwicklungsmarkt für Digitalfotos in den Staaten einzugreifen, weitete das Unternehmen seine Expansion im selben Jahr noch auf Europa aus, indem es im Dezember 2005 den Jenaer Bilderdienst „Pixaco“ aufkaufte. Pixaco wurde vom Intershop-Mitgründer Karsten Schneider begründet und ging 2003 aus dem Jena „bilderservice.de“ hervor. Bald darauf expandierte dpixacowirdsnapfishas kleine Unternehmen in elf weitere europäische Länder und schloss Bündschaften mit Web.de und Toys’R’Us, deren Fotoservice Pixaco nun betreibt. Nachdem nun Pixaco bisher „nur“ ein „service of hp“ war, wird es nun zu snapfish.
Die Strategie von HP ist also klar. Mit eigenen Entwicklungsdiensten bekam das Unternehmen keinen Fuß in den hart umkämpften Markt. Dies soll sich nun durch die Zukäufe und die Zusammenführung der Marken unter den Namen „Snapfish“ endlich ändern. HP will nicht nur weltweiter Druckerhersteller Nummer 1 bleiben, sondern auch zusätzlich kräftig im Fotofinishingmarkt mitmischen. Dabei steht vermutlich als Ziel Fotodrucke weg heimischen Computer und Drucker hin zu „Retailmarkt“ – also der Erstellung der Drucke im Fotolabor – zu bewegen. Hierbei zeigt sich, dass die Stratgie mehrere Standbeine beinhaltet. So wird neben dem Heimdruck, der Entwicklung von Großbestellungen bei Onlinebilderdiensten auch der Betrieb von Minilaboren und Sofortbild-Kiosken, die es dem Kunden ermöglichen Bilder direkt während des Einkaufs binnen Minuten entwickeln zu lassen, eingeführt. Fraglich bleibt natürlich wie zuträglich dies dem Fotodruckergeschäft sein wird. Bisher zahlt sich aber die Strategie von HP aus. So heimsten sie in den USA den Spitzenplatz ein. Ob sich dieser Erfolg in Europa, besonders im wichtigen Fotomarkt Großbritannien und in Deutschland fortsetzt, wird sich zeigen. Zumal die Konkurrenz von Fuji und Kodak durchaus mächtig ist.
Pixaco dient dazu, die Services von HPs Snapfish zu erweitern. Es soll Kunden nun möglich möglich sein, Fotos auszudrucken, Verwandten und Freunden zur Verfügung zu stellen und zu archivieren. Eine Konkurrenz zu den Web 2.0-Diensten wie flickr oder photobucket, scheint jedoch nicht angestrebt zu werden.

Derzeit wurde zwar die Homepage von Pixaco vom Snapfish eingenommen, jedoch scheint die Zusammenführung der beiden Dienste noch nicht komplett abgeschlossen zu sein, da weiterhin bei pixaco.de Bilder nur bestellt, nicht archviert werden können. Snapfish.de diesen Dienst jedoch anbietet.

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