Alle Welt“ ist im Begriff die ultimative Blogberatung anzubieten… so à la mein Weg zum Alphablogger. Dabei habe ich heute beim Durchsehen meiner Statistiken einen viel einfacheren Weg gefunden – naja vielleicht nicht „alpha“ zu werden – aber immerhin mehr Aufmerksamkeit (Klicks, Links und Kommentare) zu ergattern. Hier eine zusammenfassende Darstellung zum Erkennen Errechnen des möglichen Bloggerruhms.

Die Technik, die ich vorstellen möchte, nennt sich: Das Trittbrettbloggen. Es ist auch ganz einfach ein Trittbrettblogger zu werden. Dabei unterscheide ich grundlegend zwei Methoden.

1. Die thematische Variante des Trittbrettbloggens

2. Die soziale Variante des Trittbrettbloggens

Thematisches Trittbrettbloggen

Die thematischen Variante ist nichts anderes als das auch aus den klassischen Medien bekannte Aufgreifen diverser Themen, die die „Konkurrenz“ gerade verhandelt. So macht man übrigens Meinungen und bestimmt die Agenda mit.

In der Blogosphäre sieht das im Prinzip ganz ähnlich aus. Irgendeiner beginnt mit irgendeinem Thema, Andere lesen dies und schreiben, malen, podcasten auch was dadrüber. Dann gibt es einen Trackback (oder wenn es dem ursprünglichen Autor des Themas auffällt in einem Folgepost oder einem Update einen direkten Link) und schon hagelt es Klicks. Je „berühmter“ der Ursprungsposter und je besser die Bearbeitung des Themas ist, desto wahrscheinlicher ist die mögliche Aufmerksamkeit. Es genügt jedoch definitiv nicht, nur auf die Aktion/Thema zu verweisen: „Seht mal hier, hab ich grad gefunden.“, sondern das Thema muss möglichst kreativ bearbeitet oder kritisiert werden. Außer man ist schon ein Alpha, dann reicht ein einfacher Verweis und trotzdem steigert dies das Ansehen.
Beispiel eines (mehr oder weniger unfreiwilligen thematischen Trittbrettbloggens) ist dies: Sapere Aude und die Bildplakate oder auch Beetlebum und der Morgen mit MC Winkel.

Soziales Trittbrettbloggen

Soziales Trittbrettbloggen gehört eigentlich nicht zu den klassischen Funktionen der Blogosphäre, sondern bildet vielmehr eine „ungerechte“ Möglichkeit des Aufstiegs zum Alphablogger.

Wie funktioniert nun soziales Trittbrettbloggen? Ganz einfach, indem ein berühmterer Blogger in einem seiner Beiträge ohne ersichtlichen thematischen Bezug auf einen wengier berühmten Blogger verlinkt. Die Beweggründe sind dabei vielfältig. Zum Einen kann der Alpha/Beta-Blogger den kleinen Blog mögen und möchte einfach seinen Leser dieses Kleinod präsentieren (Ursache dafür ist vielleicht, dass dem Alpha für tägliches Bloggen die Themen ausgehen und er seinen Content strecken muss), andererseits wäre aber auch die direkte soziale Bindung der beiden Blogger ein Grund für soziales Trittbrettbloggen.

Ich bin schon mehrmals Opfer Nutznießer dieser direktem Technik geworden. Hier, hier und hier. Plötzlich explodierten nämlich meine Counter-Statistiken und das familäre Verhältnis und Surfverhalten in meinem Blog war vorbei.
counter

Auch das in der Blogosphäre so beliebte Stöckchenwerfen stellt nichts anderes als einen Mechanismus des sozialen Trittbrettbloggens dar, aber eben nur wenn der Stock aus Richtung eines „berühmten“ Bloggers kommt. Jetzt bleibt natürlich nur die Frage, wie kann man das Wissen um das soziale Trittbrettbloggen, was vom Aufwand her wesentlich einfacher ist als thematisches Trittbrettbloggen, nutzen?

Der einfachste Weg ist es, einen Alphablogger direkt und persönlich seinen Freund nennen zu können. Wenn nicht schon aus Solidarität soziale Trittbrettblogmechsnismen ausgelöst werden, so kann man ja fragen, ob man nicht mal einen Eintrag spendiert bekommt.

Schwieriger ist es dann schon, wenn man keinen Alphablogger persönlich kennt. Da sind die Möglichkeiten schon begrenzt. Man könnte zum Einen beständig bei einem Alphablogger kommentieren (viel Lob und „ohh bist du toll“) und auch schön trackbacken, um vielleicht dann auch mal ins Blickfeld des Alphabloggers zu geraten. Jedoch sind bei durchschnittlich 30-40 abgegeben Kommentaren zu Beiträgen des Alphas die Chancen eher gering.

Aber es besteht noch ein dritte Möglichkeit. Ihre Devise lautet „Geld gegen Aufmerksamkeit“. Man bezahlt also den Blogger, damit er in einem Beitrag „rein zufällig“ über einen schreibt. In Ansätzen ist das ja schon bei der praegnanz-Spendengala (obwohl hier auch Gerrits loudblog gewürdigt werden sollte) oder bei MC Winkels Wohnmobil passiert. Also jeder Paypal-Button oder jede Amazon-Wunschliste muss euch den Wunsch des Alphabloggers suggerieren, über euch eine Rezension zu schreiben. Das Geld, was ihr dafür investiert, kann ja, wenn ihr dann auch Alpha seid, durch eigene Rezensionen wieder eingespielt werden.

Also: Lernt zu kriechen, werdet ALPHA.