links for 2015-02-21

  • Es nervt wirklich. Wieviel Jahre wird gegen diesen Auflösungs-MP-Wahn gekämpft. Wie groß ist eigentlich ein 50MP-Raw so im Durchschnitt. Herrje.

  • „Ein Mensch macht, was er meint, machen zu müssen. Und weil er es mit Überzeugung macht, schaut man ihm gerne zu, wenn man denn ein bisschen Sympathie hegt mit seiner Position. Man muss Böhmermann also nicht mögen, nur seine Position sollte man attraktiv finden. Dann funktioniert das Neo Magazin Royale auch, dann könnte es sogar sein, dass die Sendung bei ihrer Ausstrahlung nach Mitternacht den einen oder andere Zuschauer unter 100 anzieht.“ Hans Hoff über Böhmermann, Neo Magazin Royal und das Fernsehen im Allgemeien

  • Sehr sehr lesenwert.

    Eine Liebe zwischen Freundschaft und Partnerschaft

  • „Er war ihre große Liebe und auch wieder nicht. Er war ihr bester Freund und auch wieder nicht. Die Geschichte eines Mannes und einer Frau, die sich immer nah waren und die sich doch verpasst haben. – Jahrelang waren sie innigste Freunde, hatten Sex, wurden aber doch kein Paar. Warum?“

  • Habe immer gedacht so ein hysterisches, verschwörungstheoretisches Geschwrubel ist ein Spezialität der Amerikaner und Tea-Party-Anhänger. Aber Milchkritik, der unzersetzliche Glaube an Homöopathie oder Impfgegnerschaft ist dann auch hierzulande weiterverbreitet als ich immer dachte. Vermutlich ist es die Nischigkeit des Internets, die diesen Menschen die Möglichkeit gibt sich einen normalen Diskurs mit Argumenten, Rationalität und Angemessenheit zu entziehen. Zumindest zeichnet dieser Artikel am Beispiel der Impfgegnerschaft dies ein wenig nach.

links for 2015-02-09

  • Tja… was könnten deutsche Argumente sein, wenn die derzeitige griechische Regierung die Rückzählung diverserer NS-Zwangskredite fördert, wenn gilt das Deutschland Schuldenkaise ist: „Nach der Schadenshöhe im Vergleich zur Wirtschaftsleistung gerechnet ist Deutschland der größte Schuldensünder des 20. Jahrhunderts – wenn nicht überhaupt der jüngeren Finanzgeschichte.“

  • Toll.

  • Anstrengender aber auch interessanter Artikel über language police bzw. politcial correctness, der nicht nicht die Geschichte dieser – man kann schon sagen – Bewegung nachzeichnet, sonder sie auch an ihre Grenzen führt.

  • „…“The individual member of the social community often receives his information via visual, symbolic channels.” I went back and forth over it, and translated. You know what it means? “People read”.“ – Awesome!

  • „Für Leute mit viel Fantasie sind Bücher besser als der beste Film oder das beste Spiel. Sie schaffen Welten, Figuren und Stimmungen, die kein Spiel mit noch so guter Grafik nachahmen kann. Aber um das zu verstehen, muss man ein paar Bücher gelesen haben, und ich kenne tatsächlich Leute, die dieses Erlebnis noch nie hatten. Umgekehrt gibt es auch viele Leute, die selber noch kein einziges Spiel gespielt haben und dann fest davon überzeugt sind, dass Ego-Shooter-Games zum Amoklauf animieren würden.“ – So muss man das ja auch mal sehen. Ich finde den Artikel insgesamt unglaublich witzig – Kostprobe: „Was viele Erwachsene nicht wissen, ist, dass ihr Kind, wenn es im Kinderzimmer am Computer versinkt, nicht unbedingt herumballert, sondern vielleicht gerade dabei ist, auf einen Bauernhof aufzupassen.“ – sehr selbst reflektiert für einen 9 Klässler. Herrlich

  • Was ich nicht schon alles an Schreibtips gelesen habe, hier ein neuer: „If you form your knowledge into paragraph-sized “truths”, and if you train yourself to write those paragraphs in 27 minutes, then you can establish a practical working relationship between your scholarship and your authorship, your research and your writing.“

links for 2014-09-25

  • Cool.

  • „Netflix spricht augenscheinlich direkt aus, was sowohl Zuschauer als auch Branchenkenner seit Jahren empfinden: Fiktionales deutsches Fernsehen erscheint im internationalen Vergleich rückständig und bedeutungslos.“

    Vielleicht der meistgeteilte Artikel der letzten Woche. Als ich noch wetterte, dass die deutschen Sender die Produktion von qualitätiv inspirierenden TV-Serien verhinderten, da nicht massenkompatibel genug oder zu gewagt, geht der Artikel von Mark Wachholz noch weitere und diagnostiziert darüberhinaus eine Unfähigkeit deutscher Autoren und Produktionsfirmen jetzt bei der Änderung des deutschen Serien-Fernseh-Markt durch den Eintritt von netflix entsprechend gute Scripte und Ideen im Schubfach zu haben, die dem US-Konzern angeboten werden können.

  • Daniel von den belleslettres hat ein kleines Video und reichlich Informationen zur richtigen Anwendung von Anführungszeichen.

  • Die drei Arten von Bindestrichen 1. normal … 2. Geschützer Bindestriche: ? + ↑ + – 3. Bedingter Bindestrich: ? + – (verschwindet, wenn nicht gebraucht)

  • „Seeing masterpieces may be a soul-nourishing cultural rite of passage, but soaring attendance has turned many museums into crowded, sauna-like spaces, forcing institutions to debate how to balance accessibility with art preservation“ Die übermäßige Anzahl an Besuchern ist auch einer der Gründe, der mich von Kunstmuseumsbesuchen immer so ein wenig abschreckt. Dieses Gedrängel, diese Unruhe ist mir ein Greul, da es eh schon anstrengend ist dieser gesamten, manchmal einfach überbordenden Masse an aufgehängten oder hingestellten Werken zu folgen. Vielleicht sollte die Kunsttempel ja verkleinert werden, mehr kleinere Museen, verstreuter, dezidierter etc. Naja.

  • „Unsere Leute verdienen nicht genug“. Von nun an sollte die gesamte Belegschaft 30 Prozent mehr Gehalt bekommen. „Sie hielten mich für verrückt, aber ich habe das durchgesetzt“, sagte Albrecht mit verschmitzter Mine. Selbst am Sterbebett sollte ihn das noch beschäftigen, gab er seinen Nachfahren auf: „Bezahlt unsere Leute gut, sie leisten viel.“ Es schwingt da irgendwie eine gewissen Romantik in dem Artikel mit, die mir nicht zusagt. Er ist jenseits aller sicherlich berechtigten Würdigungen der Aldi-Bürder absolut kritikfrei. Aldi, seine Geschäftsleitung etc. pp. sind offenbar das menschlischst, fairste und beste Unternehmen der Welt. Beeindruckend.

  • Wer zunehmend mit befristeten Verträgen konfrontiert ist, sucht den Ausweg im Beamtentum, wo eine lebenslange Anstellung und Planbarkeit noch machbar ist. Wer in die Länder der Eurozone mit über 50% Jugendarbeitslosigkeit schaut, weiß, dass er lieber nicht 3 Semester als herumstreifender Haschrebell durch Berlin ziehen sollte. Wer von Personalabteilungen sofort aussortiert wird, wenn der Lebenslauf nicht den Kriterien im Computer entspricht, optimiert ihn und schreibt jeden Blödsinn rein. Das Letzte, was man dann noch braucht, sind Weckrufe von der FAZ.

links for 2014-06-07

  • „Die Gefahr einer Unterwanderung der ‘Tierschutzpartei’ durch demokratieferne Strömungen wie Rechtsextremismus und ‘Religionsgemeinschaften’ wie UL ist latent vorhanden und hat teilweise bereits Erfolge erzielt. Das wird durch Ignorieren der ‘Tierschutzpartei’ von Seiten der Medien unterstützt. Wer unter dem Radar der öffentlichen Meinung fliegen darf, hat ernsthafte Kontrolle nicht zu fürchten.“

  • „Ende 2013 haben wir unser Auto dann tatsächlich verkauft und sind jetzt seit einem halben Jahr ohne eigenes Fahrzeug. Zeit für eine erste Zwischenbilanz.” sehr interessant. Vor allem die Zahlen, Kosten und persönlichen Einschätzungen. Ich spiele ja auch immer wieder mit dem Gedanken, aber für mich ist Carsharing – Bahn etc. mach ich ja schon – irgendwie in meiner Stadt noch nicht präsent genug.

  • „«Das Problem ist, dass vor allem die wohlhabende Elite wählt», sagte Gnarr. «Deshalb wird die Politik auch für sie gemacht. Money talks, bullshit walks.“ Toller und langer Beitrag über die Bürgermeister-Amateure von Reykjavik.

  • „Die Diskrepanz zwischen der KOMPAKT-App und dem von ihr angebotenen Inhalt lässt sich am besten mit einer Analogie aus eurem Geschirrschank beschreiben: Wenn wir uns die App als Tasse vorstellen, als die schönste Tasse, die euer Esszimmer-Schrank hergibt. Aus einem wertigen Material, handwerklich makellos verarbeitet, getragen von einem perfekt geschwungenem Griff und handbemalt mit euren Lieblingsfarben. Dann gleicht der Inhalte einem Schluck Brackwasser aus dem Auffangbecken eines vernachlässigten Klärwerkes. Im Osten der UDSSR. 1970.“

  • „Adidas verdoppelte die Zahlungen auf 20 Millionen Euro jährlich und bekam den Zuschlag bis 2018. Das ist weit unter Marktwert, schätzen Experten. Nike warb Adidas darauf den französischen Fußballverband ab, der erhält nun mehr als 42 Millionen im Jahr. Die Marketing-Abteilung des DFB erhielt Medienberichten zufolge Dankesanrufe von den französischen Kollegen.“ Adidas ist ja auch Thema in der aktuellen Folge der Anstalt: http://goo.gl/5zvzhc

  • Es ist war ja bald wieder WWDC. Und rechtzeitig dazu, werden an vielen Stellen wieder Überlegungen und Wünsche zur Zukunft und Entwicklung der verschiedenen Produktsparten geäußert. Michael Grothaus hat aus Entwickler- aber auch Anwendersicht eine umfangreiche, mit Aussagen zahlreicher Experten gespickte Analyse über OS X geschrieben. Sehr lesenswert.

    Reform der Lehrpläne: Die Schreibschrift stirbt aus

  • Also wenn ich mir meine Schreibschrift betrachte, so meine ich hat die Ausbildung zur deutschen Normalhand(schreib)schrift nicht viel gebracht.

links for 2014-05-11

  • Was soll man sagen dazu… Vlt.: it depends on. Im allgemeinen kann ich bestätigen, das die Menschen sich teilweise kaputtmachen. Das liegt aber auch an der Art der Arbeit. Sie lässt sich oftmals nicht wegschieben, und räumt sich plötzlich extrem viel Platz auch im Privatleben ein. Die Grenzen verschwimmen. Auf der anderen Seite kenne ich auch Leute, die sich nicht kaputt machen.

  • „Weil sie der Erfahrung ein Übergewicht einräumen, haben Konservative einen verzerrten Blick auf die Welt. Ihr Festhalten am Status Quo bewahrt zwar oft das Gute, verhindert aber auch das neue Gute.“

  • In amerikanischen Do-it-Yourself-Technologieblogs ist alles immer so einfach. Scheitern als Chance, Was heißt eigentlich wirklich glücklich sein etc. Blabla. Der größte Mist, dem ich seit lange, gelesen habe.

  • „Fast sieben Millionen Deutsche haben eine 45-Stunden-Woche. Trotz technischen Fortschritts gelingt es unserer Gesellschaft nicht, weniger zu arbeiten. Warum eigentlich?“

  • Wieder mal ein wunderbares Stück aus der Reihe Kritik der Technologiekritik. Habe mich auch schon immer gefragt, woher diese inflationäre öffentliche Bekanntmachung von Autofahrern stammt, die sich mit dem Navi in eine missliche Situation verfrachtet haben.

    Die lukrative Lügenwelt der Pornobranche | Die Freiheitsliebe

  • „Pornos sind nicht falsch, weil sie Sex explizit darstellen. Sie sind falsch aufgrund der Art und Weise, wie sie ihn darstellen: frauenverachtend, rassistisch und gewaltvoll und weil der gesamte Porno-Mainstream-Bereich inzwischen von Hardcore-Material dominiert wird, hinter dem die extreme Ausbeutung derer steckt, die in ihnen performen.“

  • „We are everyday robots on our phones / In the process of getting home", singt Damon Albarn im Titelstück seines neuen Albums. „Looking like standing stones", heißt es dann noch, ins Mythologische ausgreifend. Wir versteinern, weil wir das Gesicht nicht mehr vom Display abwenden können." Mal als Einführung in dieses absolute textlich-musikalisch herausragende Album. Auch der englische Wikipedia, bei dem diese Rezension sich intensiv bedient hat, ist sehr zu empfehlen.